Am Dienstag, 28. März 2012 ging für Gottéron die Saison im Kampf gegen den SC Bern zu Ende. Leider schafften es die Drachen nicht mehr, die bereits in der Serie 3-1 in Führung liegenden Berner zu bezwingen. Doch die Ehre war beim Spiel am Samstag gerettet worden, bei welchem Trainer Hans Kossmann in die Trickkiste griff und sein Genie bewies.
Wir alle danken Fribourg-Gottéron; der Mannschaft, dem Trainer, den Sponsoren, den Mitarbeitenden, einfach allen, die uns Jahr um Jahr die grössten Emotionen, die beste Stimmung und den Stolz erleben lassen, den wir in unseren Herzen tragen.
Mit diesem Video möchte ich diesen Menschen danken.
Making Of.
Die Realisierung des Films besanspruchte ungefähr 10 Stunden. Im ersten Schritt wurden über die ganze Saison hinweg Szenen gefilmt. Einerseits sind die Aufnahmen zum Teil etwas wacklig, aber erstens ist dies ein Amateurvideo und kein Hollywood-Blockbuster; andererseits hat sogar die Unterhaltungsindustrie erkannt, dass action-geladene Szenen authentischer erscheinen, wenn die Kamera wild mitmacht.
Im zweiten Schritt habe ich ein Konzept ausgearbeitet, und auf einem Blatt Papier skizziert, was ich machen will und wie ich die Szenen verwenden möchte. Die gesamte Planung für das Projekt erfolgte zu diesem Zeitpunkt.
Im nächsten Schritt wurden Szenen der Stadt Freiburg aufgezeichnet. Somit musste ich quer durch die Stadt schlendern, um genügend Videomaterial sammeln zu können. Da ich kein Stativ besitze, musste die Kamera mit primitivsten Mitteln an einem sicheren Ort aufgestellt werden. Probiert mal ein iPhone 4 aufzustellen auf einer Brücke, unter welcher 5 Meter tiefer das Wasser durchflisesst. Der frühzeitige Badespass blieb mir zum Glück erspart. Da das Wetter ausserordentlich gut war, war ich nach 2 Stunden schon zufrieden mit dem Ergebnis und hatte zirka 60 Minuten Filmmaterial im Kasten.
Danach galt es, die ganzen Dateien auf den Computer zu übertragen und in ein neues Projekt zu importieren. Dank der Flash-Storage eine Sache von knapp 2 Minuten. Ziemlich beeindruckend, wenn man denkt, dass es sich um speicherhungrige HD-Filmdateien handelt.
Der schwierigste Schritt folgte gleich im Anschluss daran: Das, was ich zu Papier gebracht hatte, musste nun umgesetzt werden. Mein Konzept sah so aus, dass ich den Film in etwa der Länge des Inception-Soundtracks von Hans Zimmer (“Time”) anpassen wollte, also ca. 5 Minuten. Insgesamt hatte ich 4 Stunden Filmmaterial zur Verfügung. Man würde nun annehmen, dass dies für 5 Minuten genügen sollte. Doch das war durchaus nicht so; wer mehr oder weniger professionell Filme bearbeitet, weiss warum.
Des weiteren verlangte mein Konzept von mir eine absolut sorgfältige Auswahl der Filmstreifen sowie ein messerscharfes Timing. Die Idee war es, zuerst im ruhigen Teil des Liedes einige bewegte Bilder der Stadt zu zeigen. Dann sollte mit zunehmender Lautstärke des Liedes die Geschwindigkeit der Bildwechsel erhöht werden und vor allem action-geladene Szenen gezeigt werden. Das Lied entwickelt ungefähr nach 3 Minuten einen unglaublichen Druck; genau dann sollten sich nochmals Bilder der Stadt unter die Stadion-Bilder mischen, um zum finalen Schluss-Akt anzusetzen. Am Ende beim Verstimmen des Stücks sollte nochmals die vor sich hin plätschernde Saane gezeigt werden, wodurch die Intensität des eben Gesehenen für das Publikum noch intensiver ausfällt.
Gesamthaft gesehen ging es also darum, die ganz grossen Emotionen der Zuschauer anzusprechen. Ich habe mir also überlegt, wie das in den grossen Hollywood-Produktionen genau funktioniert. Die Basis ist ein melancholisch angehautes, heroisch klingendes Lied. Aber noch viel wichtiger ist ein absolut perfektes Timing. Die richtigen Bilder müssen bis auf Zehntelssekunden genau zum richtigen Zeitpunkt gezeigt werden. Durch diese Präzision können die Emotionen der Zuschauer stimuliert werden. Ab und zu kann man auch die Zeitlupe einsetzen – das Wehen einer grossen Flagge erscheint so zum Beispiel noch beeindruckender.
Und so kam es, dass ich nach 10 Stunden mein Projekt als Filmdatei exportieren konnte. Ja, vielleicht ist mein Konzept der gefühlsmässigen Manipulation ein kleiner Teufelspakt. Aber er funktioniert. Und darauf bin ich stolz.

Mit de Mittu wo de zur Verfüegig hesch, absolut geniau ^^
D Stadtszene si o super! I wirdes für die neui BWF-Website sicher berücksichtige!
Danke Sterä!! Es tuet guet sedigs Lob z ghöre =)
Mir gefällt das Video auch richtig gut. Die Bilder von der Sarine sehr schön. Und ich glaube, du hast auch von der Brücke nach Bourgillon aufgenommen:) Egal.
Auch dein Making-Off Bericht dazu: einfach genial.
Jedenfalls kannst du stolz auf dich sein, und du hast jedes Lob verdient.
So, nun auch Dir noch vielen Dank für den Kommentar; hat mich natürlich sehr gefreut! Von der Brücke nach Bürglen habe ich nicht aufgenommen, das ist eine weiter unten, wo ich die Kamera aufgestellt habe.
so hoch wolltest du nicht steigen:))
)
kann ich verstehen. Aber wie auch immer und egal welche Brücke es ist. Die Bilder sind gut.